Radreise und Kamera - Wie packen?

Eine Frage, mit der sich so man fotobegeisterter Reiseradler konfrontiert sieht, ist die, wie man die Ausrüstung sicher transportiert und dabei auch eine praktikable Lösung hat. Zwar gibt es von den Radtaschen-Herstellern auch Lenkertaschen, für eine größere Ausrüstung sind die aber deutlich zu klein. Zudem bekommen dort Kamera und Objektiv die Stöße auf der Vorderachse voll ab, was auf Teer vielleicht nicht schlimm ist, was ich auf Schotterpisten aber gerne vermeiden wollte. So habe ich lange hin- und her überlegt und bin in Gedanken viele Lösungen durchgegangen.  Das einfachste wäre gewesen, einen guten und nicht zu großen Fotorucksack zu nehmen und den die ganze Zeit auf dem Rücken zu haben. Aber schon bedingt durch eine Schulter, die auf dem Rad gerne mal zwickt, habe ich diese Idee schnell verworfen. Zudem hat sie den Nachteil, dass man im Rückenbereich dann stärker schwitzt, weil der Rucksack ja permanent aufliegt. Insofern schied diese Lösung für mich persönlich sehr schnell aus.

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Malbik Endar

Malbik Endar, Ende der geteerten Straße: dieses Straßenschild ist die Eintrittskarte in Regionen, die den Radler schwärmen oder fluchen lassen. Schwärmen, weil man sich auf Pisten bewegt, auf denen häufig sehr wenige Fahrzeuge unterwegs sind und die landschaftlich sehr reizvoll sind. Fluchen, weil solche Pisten sowohl dem Rad als auch dem Radler mitunter einiges abfordern.

Auf dem Weg heraus aus Reykjavik in Richtung Flughafen habe ich nach Alternativen gesucht, die es ermöglichen, die teils vierspurig ausgebaute "Rennstrecke" zwischen Flughafen und der Hauptstadt zu umgehen. Bis in die Vororte habe ich Radwege genutzt und bin dann am Ortsausgang von Hafnarfjördur auf eine kleine Straße Richtung Krysuvik abgebogen, die zur Südküste der Halbinsel Reykjanes führt. Wenige Kilometer später, kurz vor dem Kleifarvatn ging dann rechts eine kleine Piste mit der Bezeichnung 428 ab. Dort stand zu Beginn das besagte Schild und der Hinweis, dass diese Piste nur für Allradfahrzeuge zugelassen ist.

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Reykjavik

Eigentlich ist Reykjavik ja nicht wirklich groß, etwa so groß wie Karlsruhe, aber nach 3 1/2 Wochen in der isländischen Pampa überrennt einen der Trubel der Hauptstadt regelrecht. Das beginnt schon bei der Fahrt durch die Vororte. Der Verkehr nimmt spürbar zu, Stop and Go an Ampeln ... man muss schon konzentriert fahren und kommt nur schwer in einen Rhythmus rein.

Reykjavik selbst hat - wie ich finde - einen recht spröden Charme, zar ist die Stadt bunt, die Häuser wirken oft architektonisch aber etwas zusammen gewürfelt. Schön sind die Bereiche um den Tjörnin, den Stadtteich, und einige Bereiche am Hafen sowie die Straßen hoch zur Hallgrimskirkja, einer Kirche aus Beton, die die Struktur von Säulenbasalt imitiert.

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Landmannalaugar - Hveragerdi

Landmannalaugar - bunte Berge, ein Teich, der von warmen Quellen gespeist wird, überall relativ junge Lavafelder und Ecken in denen es raucht und nach faulen Eiern riecht - kurzum, ein wunderbarer Ort, der allerdings nicht leicht zu erreichen ist.

Nachdem ich am Tag zuvor 1000km auf dem Rad in Island voll gemacht habe und zumal die Wettervorhersage für die kommenden Tage nicht stabil war (Anmerkung: wann ist sie das in Island schon ;-) ), habe ich mich entschieden, das Rad in Hella zu lassen und nur kleines Gepäck nach Landmannalaugar mitzunehmen, um eine Nacht dort zu bleiben.

Die Busfahrt führte in weiten Teilen über den Landmannaleid, den ich vor acht Jahren mit dem Rad gefahren bin. Während uns vor acht Jahren dort auf 41km lediglich eine handvoll Autos entgegen kamen, war dort jetzt deutlich mehr los, vor allen Dingen viele Busse waren auf der Piste unterwegs. Die Zeiten verändern sich.

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Seljalandsfoss und Heimaey

Von Selfoss ging es, anders als geplant, völlig spontan entschieden zunächst nicht nach Landmannalaugar, sondern entlang der Südküste über Hella und Hvolsvöllur an den Seljalandsfoss. Genauer genommen an den Seljalandsfoss und seine "Nachbar-Wasserfälle", von denen zumindest einer genauso spektakulär ist, da er in eine kleine Schlucht stürzt, in der man sich wie in einer Höhle aus Moos, Stein und Wasser fühlt. Der Glúfrabúi Wasserfall.

Trotz Ganzkörper GoreTex war das eine ziemlich nasse Angelegenheit, ich weiß nicht, wann ich jemals so häufig die Kamera (Body wie auch Frontlinse) abgewischt habe. Aber egal, die Eindrücke dort waren wunderbar.

Nach den landschaftlich tristen, weil flachen 70km von Selfoss bis hierher, genau die richtige Abwechslung. Bei 30 Grad Außentemperatur wäre dieser Wasserfall die perfekte erfrischende Abkühlung, beim isländischen Wetter ist man hingegen froh, dass moderne Funktionskleidung wirklich gut funktioniert.

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Hraunfossar - Kaldidalur - Geysir

kleine Eruption des Strokkur Geysirs im ersten Morgenlicht
kleine Eruption des Strokkur Geysirs im ersten Morgenlicht

Nach dem Ruhetag in Borgarnes, der gleichzeitig ein Regentag war (praktischer Zufall), bin ich 65km über Reykholt, wo der Verfasser der mittelatlerlichen Edda lebte, einer bedeutenden isländischen Saga, nach Husafell gefahren. Husafell würde man in Deutschland vermutlich als Sommerfrische bezeichnen, wobei es da wirklich frisch war. Das Hochtal liegt westlich des Langjökull Gletschers und wird nach Süden vom Gletscher Ok begrenzt. Dennoch gibt es dort das, was die Isländer Wald nennen. Für uns vermutlich eher etwas groß geratene Büsche.

Aber für das Auge eine willkommene Abwechslung und praktisch, wenn es dem Zelt Windschatten bietet.

Wenige Kilometer vor Husafell liegen die sog. Hraunfossar, kleine Wasserfälle, die direkt aus einem Lavafeld austreten und dann in den darunter fließenden Fluss fallen. Und das über mehrere hundert Meter.

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Island - snaefellsnes Halbinsel

Kirkjufellsfoss und Kirjufell
Kirkjufellsfoss und Kirjufell

 

In den zurückliegenden sechs Tagen bin ich nun von Borgarnes aus über Elborg, Arnastapi, Olafsvik und Grundarfjördur bis zurück nach Borgarnes gefahren und habe somit die Halbinsel Sneafellsnes faktisch umrundet. Auch wenn man es dem ersten Bild nicht ansieht, waren die ersten Tage ein stetiger Kampf gegen den Wind, mitunter so heftig, dass man selbst bei Abfahrten von 8-10% in die Pedale treten musste, um nicht stehen zu bleiben. nAuf ebener Strecke im 3. oder 4. Gang fahren, wo bei Windstille der 10. oder 11. Gang locker machbar wäre (Rohloff), ist einfach frustrierend. Man sieht am GPS, wie der Schnitt mit jedem gefahrenen Kilometer langsamer wird.

 

Zudem wird man dann, wenn die Straße an Brutgebieten von Seevögeln vorbeiläuft, wie zwischen Hellisandur und Rif, regelmäßig von diesen attaktiert. Dabei passiert zwar nichts (manchmal klacken sie mit dem Schnabel gegen den Helm, aber das war es dann auch), aber mitunter kommt das ziemlich überraschend und man ist erschreckt.

 

Die Südküste im Bereich um Arnastapi ist wunderschön. Tolle Küstenlinien mit vielen Bereich von Steilküste, alles überragt vom mächtigen Snaefellsjökull, der sich auf etwa 1400m erhebt. Um die Spitze der Halbinsel ging es dann herum über ausgedehnte Lavafelder auf die Nordseite nach Olafsvik und Grundarfjördur und von dort bei weniger Wind zurück in Richtung Borgarnes.

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