Bhaktapur - Bisket Jatra Festival

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum Newari Neujahr (die Newar sind die größte Volksgruppe im Kathmandutal) wird in Bhaktapur, der kleinsten und gemütlichsten der drei alten Königsstädte im Tal, das sogenannte Bisket Jatra Festival gefeiert, das sich über mehrere Tage hinzieht.

Das ansonsten beschauliche Stadtzentrum Bhaktapurs füllt sich am ersten Tag mehr und mehr mit Menschen, die dem Beginn der Feierlichkeiten entgegen fiebern.

Zunächst wird ein kleiner hölzerner Tempel auf Rädern von Kindern durch die Stadt gezogen. Dann findet ein Weitstreit zwischen Ober- und Unterstadt statt. Ein größerer Holztempel auf Rädern, an dessen beiden Seiten dicke Taue angebracht soll in das jeweilige Stadtviertel gezogen werden. Das Ganze ähnelt einem riesigen Tauziehen.

Dabei gleicht die Stimmung auf dem Nyatapola Platz, auf dem das Spektakel stattfindet, der io einem Stadion bei einem richtig Fußball-Krimi.

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Gosainkund and back

Für ein paar kurze Trekkingtage ging es noch einmal in die Berge, genauer mit dem Bus nach Dhunche. Kurz hinter dem Ort, der sich in den letzten 20 Jahren in ein geschäftiges und dabei nicht unbedingt schönes Städtchen verwandelt hat, startete unsere Tour.

In zwei Tagen sind wir von 1800m nach Laurebina Yak und damit auf rund 3900m aufgestiegen.

Eigentlich war geplant von dort aus weiter über Gosainkund und einen Pass nach Helambu und Kathmandu zu wandern.

Da aber die Zeit ohnehin knapp kalkuliert war und sowohl ich als auch mein Begleiter jeweils einen Tag durch "Montezumas Rache" beeinträchtigt waren, haben wir in Laurebina entscheiden, lediglich nach Gosainkund aufzusteigen und von dort über einen anderen Weg zurück nach Dhunche zu laufen.

So habe ich auf dieser Tour 4 Nächte in unmittelbarer Nähe des mächtigen und gut 7000m hohen Langtang Lirung verbracht.

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Annapurna - Berge im Dunst

Die geplante Wanderung zum Annapurna Base Camp, das ich ja schon letzten Herbst als Abschluss der Annapurna Runde besucht habe, war für mich als Einlaufen für den Manaslu Circuit gedacht. Deshalb habe ich auch entschieden, meinen Rucksack samt Kameraausrüstung dann die wenigen Tage selbst zu tragen. Aber Wetterkapriolen und ein Infekt meiner Reisebegleitung haben die Planungen über den Haufen geworfen und die Tour deutlich verkürzt.

Die ersten Tage im Anstieg nach Ghorepani und von dort über Tadapani bis Chhomrong waren ziemlich diesig und daher haben sich kaum (und wenn überhaupt nur früh morgens) schöne Bergsichten ergeben. Aber die Wälder rund um Ghorepani sind mehr als ein Trostpflaster. Schöne Wildbäche und kleine Flüsschen, die sich über viele Kaskaden ins Tal ergießen, wunderbare Rhododendronwälder, deren Blüten im Frühjahr je nach Höhe in verschiedenen Rot- und Pinktönen erblühen, überall Farne, Flechten und Moose. Und dazwischen kleine Gurungdörfer mit freundlichen und geschäftstüchtigen Menschen.

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Happy Holi: Nepal - I did it again

Da letztes Jahr nach dem Beben im April lange nicht klar war, ob die Manaslu Runde, die ich eigentlich laufen wollte, rechtzeitig wieder freigegeben sein würde, habe ich da meine Planungen umgestellt und habe zunächst die Annapurna Runde und dann den Everest Trek in Angriff genommen. Zwei Wochen vor Reisebeginn im Herbst wurde die Manaslu Runde zwar wieder geöffnet, aber zu dem Zeitpunkt waren meine Planungen für den Aufenthalt faktisch abgeschlossen, und ich hatte keine Lust, wieder alles über den Haufen zu werfen.

So habe ich jetzt im Frühjahr die Möglichkeit ergriffen und werde die für damals geplante Tour laufen. Zunächst geht es aber mit einem Freund, der in ein paar Tagen hier ankommen wird, zum Annapurna Basecamp - praktisch, so kann man sich mit dieser Tour in etwas gemäßigteren Höhen schon mal etwas akklimatisieren und Grundlagen für die zweite Tour legen, die Anfang April starten wird.

Zunächst bleiben mir aber noch ein paar Tage in Kathmandu, an denen ich bekannte Punkte anlaufen werde, um dort einfach die Atmosphäre aufzusaugen.

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Nepal - never Ending Peace and Love?

Never Ending Peace And Love - mit diesem Satz bewirbt sich Nepal gerne selbst. Man findet ihn auf T-Shirts, an Lodges. Für Touristen ist dieser Satz allgegenwärtig. Und wenn man dann noch in einem Restaurant sitzt und dabei eine moderne Musikversion des "Om man padme hum" hört, während man seinen Illy oder Lavazza Kaffee schlürft, dann könnte man meinen, dass dieser Satz den Nagel auf den Kopf trifft.

Und in der Tat bin auch ich hin- und hergerissen. Auf den Wanderungen im Annapurna- und Everest-Himal scheint Vieles davon zu passen, man erlebt Tage mit irrsinnig vielen schönen Eindrücken, und abends in der Lodge führt man mehr oder weniger tiefsinnige Gespräche mit den Guides oder Reisenden aus aller Herren Länder. Man begegnet spannenden Menschen, die einen mit einem Lächeln entgegentreten, das in Nepal vielerorts noch mehr wert zu sein scheint als in unserer westlichen Welt.

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Kathmandu Tal

Mit dem Rückflug von Lukla nach Kathmandu haben wir Glück gehabt, denn ein Tag nach dem Flug wurden wegen der andauernden Treibstoffknappheit im Land die Mehrzahl der Inlandsflüge gestrichen. Aber unser Flug startete pünktlich und verlief ohne Probleme.

So hat uns die Hauptstadt Nepals wieder. Sie befindet sich immer noch im Würgegriff der "Fuel crisis", auch Gas zum Kochen wie auch Medikamente werden langsam knapp. In den ersten Restaurants wird auf Holz gekocht, viele Privathaushalte machen das schon seit Wochen. Für die Bergwälder in Nepal, die ja auch ein Schutz gegen die Erosion und Erdrutsche darstellen, eine Katastrophe.

Taxis sind derzeit unbezahlbar, da es nur zwei Möglichkeiten gibt, an Benzin heranzukommen. Der Schwarzmarkt, auf dem derzeit aber bis zu 5 Euro pro Liter zu zahlen sind, oder die regulären Tankstellen, vor denen sich aber beängstigend lange Schlangen gebildet haben. Auf meinem Weg nach Swyambunath vorgestern, sah ich eine solche Schlange aus Motorrädern, die alle durchnumeriert waren. Das letzte Motorrad hatte die Nummer 960!!!

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Pheriche - Kalar Pattar - Dingboche

Mount Everest und Nuptse
Mount Everest und Nuptse

Da es die Tage nahe Tengboche, wo wir das Mani Rimdu Festival fotografieren wollten, ja immer wieder geschneit hat, war für uns lange nicht klar, ob wir wieder aufsteigen konnten oder ob das nicht mit zu großen Gefahren verbunden gewesen wäre. Zum Glück kam am letzten Tag des Klosterfestes die Sonne heraus und hat den Schnee auf knapp 4000m schnell weg geschmolzen.

So haben wir entschieden, wieder aufzusteigen und jeden Tag zu entscheiden, ob ein weiterer Aufstieg machbar ist. Unser erstes Tagesziel war Pheriche in etwa 4200m Höhe. Auch dort hat es nachts geschneit, aber nur 2-3cm, so dass wir weiter in Richtung Lobuche aufsteigen konnte, zumal tagsüber wieder die Sonne schien.

Kurz hinter Pheriche erreicht man auf einer kleinen, von vielen Gebetsfahnen gesäumten Passanhöhe eine Ansammlung von Gedenksteinen, die Bergsteigern gewidmet sind, die am Everest ihr Leben gelassen haben.  Neben bekannten Namen wie Scott Fisher sieht man dort aber auch viele Sherpa Namen.

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Mani Rimdu Fest und Wintereinbruch

Von Gokyo sind wir über Phortse und Pangboche nach Deboche abgestiegen. Die kleine Lodgesiedlung liegt am Fuß von Tengboche, dem berühmtesten Kloster im Everest Gebiet. Dort wollten wir uns das Mani Rimdu Festival anschauen, das sich über mehrere Tage hinzieht und dessen Höhepunkte der Maskentanz der Mönche am letzten Tag des Festivals ist.

Dafür haben wir einen ordentlichen Umweg vom Gokyo Ri zum Everest Base Camp in Kauf genommen. Der kurze Weg führt über einen Pass von Gokyo nach Lobuche.

Gestern sind wir in Deboche angekommen und nachmittags zum Kloster aufgestiegen und haben uns dort eine Mönchsprozession angeschaut. Für heute Morgen war geplant, den Tanz der Mönche zu fotografieren und dann mit dem Wiederaufstieg, diesmal in Richtung Everest base Camp und Kalar Pattar, zu beginnen.

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Gokyo Ri

Von Namche Bazaar, das uns in Wolken empfangen hat, sind wir in den letzten Tagen im Tal des Dudh Kosi weiter aufwärts gewandert und haben in 2 1/2 Tagen rund 1000 Höhenmeter (tatsächlich durch das viele Auf und Ab deutlich mehr) gemacht und den kleinen Ort Gokyo, der zwischen einem wunderbar blaugrünem See und dem Ngozumba Gletscher auf rund 4700m liegt, erreicht.

Von dort sind wir dann weiter zum über 5300m hoch gelegenen Gokyo Ri gewandert. Luftlinie legt man da nur etwa 2km von Gokyo zurück, aber man muss eben mehr als 500 Höhenmeter überwinden. Der Anstieg hat es wirklich in sich. Das ist gefühlt Wandern in Zeitlupe.

Die meisten Trekker laufen den Gipfel morgens an, da wir aber erst gegen 11 Uhr in Gokyo angekommen sind und das Wetter passabel war, sind wir mittags aufgestiegen und bis zum Sonnenuntergang geblieben. Obwohl im Tal Wolken aufzogen, war der Blick auf die umliegenden Berge immer frei.

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Kathmandu - Jiri - Lukla

Ein Wechselbad der Gefühle! Seit einigen Tagen bin ich jetzt im Everest-Gebiet unterwegs, genau genommen noch auf dem Weg dorthin, da ich nicht in Lukla auf 2800m starten wollte, sondern die alte und deutlich längere Route von Jiri aus laufen wollte. So haben wir vor einigen Tagen einen Bus bis Jiri genommen, einen Local Bus, da die Touristenbusse für über eine Woche ausgebucht waren. Local-Bus-Fahrten sind ja immer ein Erlebnis, in Zeiten der Treibstoffknappheit trifft dies aber allemal zu. Von Kathmandu gerade mal 30km gefahren, haben wir fast 3 Stunden an einer Tankstelle gestanden und auf Treibstoff gewartet. Etwa 2 ½ Stunden wurden damit verbracht, dass Busfahrer, Tankstellenbetreiber und Polizei darüber beraten haben, wer als erstes Treibstoff tanken darf und wieviel. Glücklicherweise wurde entschieden, dass die Busse, die die längste Strecke zurücklegen müssen, als erstes Diesel tanken durften. Da Busse derzeit in Nepal nur selten fahren, war das Gefährt nicht nur bis unters Dach voll beladen, auch auf dem Dach saßen Menschen und das über viele Stunden hinweg. Zunächst war die Stimmung dort oben klasse, es wurde jedem Fahrzeug zugejubelt, aber nach etlichen Stunden Fahrt liefen dann die Bröckchen mit säuerlich riechendem Mageninhalt an den Scheiben des Busses herunter, so dass unten im Bus die Scheiben geschlossen wurden. Insgesamt hat die Busfahrt von 7 Uhr morgens bis 8 Uhr abends gedauert und ist damit die längste Busfahrt, die ich je in Nepal hatte. Gut durchgeschüttelt, kamen wir also in der Dunkelheit in Jiri, dem Ausgangspunkt unserer Wanderung, an.

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Pokhara - kathmandu

Am 10.10. in Pokhara angekommen, waren erst einmal ein paar Tage Ruhe und Entspannung und nur eine kleine Wanderung angesagt. Aber dazu später mehr.

Die letzten beiden Trekkingtage nach Chomrong waren entspannt. Lediglich beim Abstieg von Chomrong nach Jhinu Dada machten sich die Knie bemerkbar, die ja schon am Vortag etliche Höhenmeter bergab verkraften mussten. Aber nach einer halben Stunden hatten die sich wieder warm gelaufen. In geringeren Höhen als zuvor, und zwar meist deutlich unter 2000m ging es jetzt durch Landruk, Tolka und von dort aus noch mal über einen kleinen Pass in Richtung Pothana und Dhampus.

Am letzten Abend im Dhampus wurde in der Lodge zünftig gefeiert, wie in Nepal üblich mit viel Tanz, bei dem wir Ausländer uns ordentlich blamieren durften. Aber der Spaß an der Sache ist es ja, der zählt.

Nach einem letzten schönen Sonnenaufgang mit Blicken auf die Berge ging es dann endgültig ins Tal. Die letzten Meter bergab waren skurril. In die Geräusche des Waldes mischten sich immer mehr Geräusche der Straße. Das Hupen, wenngleich weniger als sonst (dazu später mehr), machte mir unmissverständlich deutlich, dass sich nun der erste Abschnitt der Reise unweigerlich seinem Ende näherte. Die letzten Stufen hinab waren daher von etwas Wehmut geprägt.

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Chomrong - Annapurna Base Camp

Zweimal zuvor hatte ich schon den Anlauf gestartet, das Annapurna Base Camp, kurz ABC, zu erreichen, was einmal am Wetter (Nebel und Bewölkung ab dem Macchapuchare Base Camp) und einmal an einem bakteriell bedingten Brechdurchfall mit viel Wasserverlust scheiterte. Ich hatte so meine Zweifel, ob es diesmal klappen würde, zumal wir unterwegs auch in der gleichen Lodge übernachtet haben, in der ich mir vor 2 ½ Jahren den Durchfall eingefangen habe.

Aber die Wettervorhersage verhieß Gutes – und sie sollte Recht behalten.

So sind wir von Tadapani über Chomrong bis Sinuwa gelaufen, von dort weiter bis Deurali und dann zum Annapurna Base Camp, wo wir übernachtet haben. Von Deurali ist der Weg nicht weit, so dass wir gegen Mittag dort waren. Die Aussicht auf die Berge am Rand des riesigen Talkessels auf immerhin gut 4100m war atemberaubend. Mit der Annapurna I erhob sich eine der größten Steilwände im Himalaya noch einmal knapp 4000m höher. Aber auch Annapurna South und Machhapuchare trugen maßgeblich zur tollen Kulisse bei. Gegen 15.00 Uhr zog es sich zu, die Lodges des Basecamps befanden sich nun mitten in den Wolken, es wurde feuchtkalt.

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Tatopani - Poon Hill - Tadapani

Wie sich herausstellte, war die Entscheidung, den Winden und dem Sand des Kali Gandaki Tals aus dem Weg zu gehen, richtig, zumindest, was das Wetter betrifft, das in den letzten Tagen wirklich gut mitgespielt hat. Das bedeutete aber auch, den steilen Anstieg von Tatopani nach Ghorepani in richtiger Gluthitze zu machen. Die erste Hälfte des Tages zudem auch durch Reisterrassen und Felder, die vom Wasser gespeist wurden, so dass zu der Hitze eine hohe Luftfeuchtigkeit kam. Aber der Tag war einer mit interessanten Eindrücken. So wurden Sange und Sangam in einer Unterhaltung plötzlich still, als eine Bauersfrau mit einer Schlange auf einem Stock erschien. Ich hatte in Nepal bislang in der freien Natur keine größeren Schlangen gesehen und war beeindruckt und plötzlich froh, trotz Hitze meine Wanderstiefel zu tragen.

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Muktinath - Kali Gandaki Tal

Wenn man vom Thorong La Pass den langen Abstieg macht, dann kommen einem die Ort wie Muktinath wie Oasen inmitten einer kargen Hochgebirgswüste vor. Nördlich der Himalaya-Hauptkette kommt über das ganze Jahr verteilt nur sehr wenig Niederschlag runter und so kann sich nur dort ausreichend Vegetation bilden, wo bewässert wird. Zudem weht ab dem späten Vormittag fast täglich eine sehr steife Briese aus Süden durch das Tal hinauf und nimmt ordentlich Sand aus dem Flussbett mit.

Vielleicht ist die Landschaft gerade wegen Ihrer Kargheit so beeindruckend, zumal sich bei den Pflanzen erste Herbstfarben in den Grün mischen und ddamit die Farbpalette noch bereichern. Nach der Höhe und Kälte des Passes ist es jedenfalls eine Wohltat, wieder größere menschliche Siedlungen zu sehen.

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Manang - Tilicho See - Thorong LA

Von Manang aus sind wir in zwei Tagen zum Tilicho See gewandert, der auf 4919m Höhe liegt und damit zu den höchst gelegenen Seen weltweit gehört. Zunächst hat uns der Weg durch das obere Marsyangdi Tal mit seinen tollen Felsformationen geführt um uns den Gipfeln der sog. Grand Barriere (zu denen unter anderen der Tilicho Peak, der Roc Noir und die Berge der Nilgiri Gruppe gehören) immer näher zu bringen.

Morgens, wenn die Thermik mitspielte, zogen wiederholt Geier ihre Bahnen über unseren Köpfen.

Über mitunter abenteuerliche Pfade erfolgte der Anstieg zum Tilicho Basecamp (einer Unterkunft) und weiter hinauf zum See.

Der Wind, der dort oben durch die Gebetsfahnen flattert, die wunderbaren Gletscher und schließlich der See, der wie ein Opal schimmert, alles in allem ein unvergesslicher Moment, der mich zu Tränen rührte.

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Pisang - ngawal - manang

Eine knappe Woche bin ich jetzt auf Trekking und seit der Wanderung nach Pisang auch nördlich der Himalaya Hauptkette, was in der Regel heißt, dass das Klima deutlich trockener ist. Aber auch hier macht sich der zu Ende gehende Monsum noch bemerkbar, der seine Wolken durch das Marsyangdi Tal nach Norden und dann Nordwesten drückt. Auch über die Hauptgipfel, im Bereich zwischen Chame und Pisang dominiert die 7939m hohe Annapurna II die Bergwelt im Süden des Tals, verirrt sich die ein oder andere Wolke. Bislang hat sich der Regen aber auf die Nächte beschränkt.

Kurz nach Chame werden zum ersten Blick auf die nun deutlich näher liegenden Himalaya Gipfel frei, allen voran der Lamjung Himal und die Annapurna II. Die Wanderung führt nun stetig bergauf durch Nadelwälder und vielleicht an der beeindruckendsten Felswand vorbei, die kurz vor Pisang rechterhand liegt. Abends haben wir in Pisang noch das Kloster besucht, was mit Sange, der ja buddhistischer Mönch ist, immer besonders interessant ist. Da dort gerade eine Zeremonie stattfand, habe ich mir das Fotografieren aber verkniffen.

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Nepal - Die ersten Tage

Die ersten Tage in Nepal sind mittlerweile verstrichen, und damit wird es Zeit für einen ersten kleinen Bericht.

In den letzten Tagen vor dem Abflug hatte ich mir Gedanken gemacht, was mich nach dem Beben vom April 2015 in Kathmandu bzw. in Nepal generell erwarten würde. Die Fahrt vom Flughafen nach Thamel hat erste Bedenken zerstreut. Ich habe nur ganz vereinzelt zerstörte Gebäude gesehen, natürlich lässt das nicht unbedingt Rückschlüsse auf tieferliegende Schäden zu.

Am ersten richtigen Tag in Kathmandu bin ich mit Aaditya vom Waisenhaus in Pokhara, der gerade ebenfalls in Katmandu war, von Thamel zum Durbar Square gelaufen. Am Durbar Square waren an etlichen Tempeln deutliche Zerstörungsspuren sichtbar, der Ranapalast war schwer beschädigt, die davor geglegenen Tempel zerstört. Die Atmosphäre war aber irgendwie skurril, weil inmitten der Ruinen ein Hindufest gefeiert wurde und vor allen Dingen die Frauen wunderbar geschmückt und ausgelassen waren. Vielleicht ist das aber auch verständlich, da das Leben nach dem Beben ja irgendwie weitergehen muss.

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