Coromandel und der Norden

Für die letzten Tage auf der Nordinsel habe ich mir noch mal einen kleinen Mietwagen geholt und bin von Auckland zunächst auf die Coromandel Halbinsel gefahren, in erster Linie, weil ich dort eine bekannte Höhle am Strand besuchen wollte, die zwei Strandabschnitte miteinander verbindet. Die sogenannte Cathedral Cove!

Die Fahrt bis zum Beginn der Halbinsel war recht unspektakulär, dann ging es auf kleinen Straßen zunächst steil bergan durch tolle Wälder und mit schönen Ausblick und dann an die Ostküste der Halbinsel bergab. Die Küstenlandschaft gehört zu den schönsten, die ich in Neuseeland gesehen habe. Vielleicht liegt es an der hellen Farbe der Felsen, die der ganzen Szenerie ein freundlicheres "Gesicht" gibt als schwarzer Fels.

Da man mich vorgewarnt hatte, dass die Cathedral Cove tagsüber völlig überlaufen ist, bin ich erst abends dorthin gegangen. Und siehe da, ich war fast völlig allein und konnte die Magie des Ortes, die Brandung des Südpazifiks, den sich langsam abendlich färbenden Himmel ... in mir aufsaugen.

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Tongariro - vom Winde verweht

In den Tagen nach Tekapo hatte ich mit einer "kreativen Ladehemmung" zu kämpfen und irgendwie wenig Vorzeigbares produziert. Hinzu kommt, dass das Licht in den Malborough Sounds eher langweilig war und mir in Wellington ein Infekt zu schaffen machte. So war für mich der erste wirkliche Höhepunkt auf der Nordinsel der Tongariro Nationalpark mit seinen Vulkanen und der sie umgebenden alpinen Landschaft.

Das Tongariro alpine crossing ist eine der, wenn nicht die berühmteste Tageswanderung in Neuseeland und führt an den Kratern des Tongariros vorbei. Im Blick hat man dabei immer den Mount Ngauruhoe und den höchsten Berg der Nordinsel, den Ruahepu. Man wandert auf der 6-8 stündigen Tour (je nach Kondition und Richtung, in die man unterwegs ist) an kristallklaren Seen, Kratern und Bergflanken, aus denen schwefeliger Dampf aufsteigt, vorbei.

Und man hat tolle Ausblicke in die Berg- und Hügellandschaften der Nordinsel und den Taupo See, wenn - ja wenn - das Wetter mitspielt.

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Tekapo und Mount Cook - die zweite

Nachdem ich Jens, mit dem ich die letzten Wochen in Neuseeland gemeinsam bereisen werde, am Flughafen in Christchurch abgeholt habe, haben wir die verbleibende Zeit mit dem Mietwagen auf der Südinsel genutzt, um ihm noch ein paar Eindrücke zu geben. Der höchste Berg Neuseelands, der Mount Cook, standen daher ebenfalls noch einmal auf dem Programm wie Tekapo und die Moreaki Boulders.

Das bot mir jeweils eine zweite Chance auf schönes Licht, worüber ich mich, gerade bezogen auf Tekapo und den Mount Cook gefreut habe. Denn an beiden Orten konnte ich bei meinem ersten Besuch Mitte Dezember fotografisch nicht das umsetzen, was ich mir vorgenommen hatte. Den Gipfel im Abendlicht und den Sternhimmel rund um Tekapo.

Die Boulders waren diesmal hingegen weniger spannend. Der Stand war mit Tang übersäht und die Wellen leicht rötlich, eingefärbt von irgendwelchen Algen, die direkt vor der Küste liegen. Zudem war das Licht wenig spannend.

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Banks Halbinsel

Wo den Jahreswechsel verbringen? Das war eine wichtige Frage für mich, die ich mir in den letzten Tagen des alten Jahres, während ich die Westküste der Südinsel erkundet habe, immer wieder gestellt habe. Einerseits wollte ich einen schönen ruhigen Ort, der mir gefällt, andererseits musste er nicht allzuweit von Christchurch liegen, da ich dort am 3.1. einen Freund am Flughafen abhole, der die kommenden Wochen mit mir zusammen reisen wird.

So habe ich mich für die Banks Peninsula und Akaroa entschieden. Wirklich ruhig war es da zwar nicht, aber derzeit ist in Neuseeland eben Ferienzeit und Hauptreise-Saison. Aber der kleine Ort mit französischem Charme, der ein Überbleibsel der ersten Siedler dort ist, ist wirklich einladend. In einer tiefen Bucht gelegen und von umliegenden Hügelketten geschützt wirkt der Ort bei gutem Wetter durchaus mediterran.

Zum Sylvesterabend hat die Polizei auf öffentlichen Plätzen des Ortes ein Alkoholverbot ausgesprochen und das auch kontrolliert. Und so war die Atmosphäre diesbezüglich entspannt.

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Westküste - feuchte, wilde Schönheit

Mein Start mit der Westküste vor 2 1/2 Wochen war ja nicht optimal. Die Berge verhangen, 48 Stunden Dauerregen der heftigeren Art, der Zelt und Schlafsack in ein Mikroklima versetzte, dass eher an eine Badewanne als an ein Zelt denken lässt. Irgendwie hatte ich mir den Beginn meiner Tour in Neuseeland anders vorgestellt. Nachdem die Wettervorhersage vor knapp 3 Wochen auch für die darauffolgenden Tage alles andere als passabel war, habe ich ja dann erstmal den Ost, den Süden, Central Otago und die Seen gemacht und bin erst jetzt wieder an die Westküste zurück.

Und was soll ich sagen, bis jetzt habe ich absolutes Kaiserwetter gehabt, dass die Regenduschen am Anfang fast vergessen macht. Und dennoch merkt man der Region die starken Niederschläge auf Schritt und Tritt an. Die Gletscher der Southern Alps, der gemäßigte Regenwald an den Hängen, die vielen Flüsse, die sich der Küste entgegen mäandern. All das eingerahmt von der mitunter wilden, aber wunderbar blauen Tasmansee und den höchsten Gipfeln Neuseelands, allen voran dem Mount Cook.

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Wanaka

Weihnachten - wo verbringen? Der letzte große See, den ich bislang noch nicht gesehen hatte, schien dafür prädestiniert zu sein, und so habe ich drei Nächte in Wanaka verbracht. Rund um den See gibt es tolle Wanderungen, z.B. am Fuß des Mount Aspiring. Ich habe mich aber auf die nähere Umgebung von Wanaka beschränkt.

So sehr mich der Mount Aspiring gereizt hätte, die Straße dorthin wäre ich nur mit einem Allrad-Wagen gefahren, zumal da ein paar kleine Furten zu queren sind.

So habe ich dann den Roys Peak, den Mount Iron und eine kleine Tour am Nachbarsee gelaufen und ansonsten die Weihnachtstage ruhig angehen lassen. Ruhig schon alleine deshalb, weil ich mir auf der Wanderung zum Roys Peak einen Zeh aufgescheuert habe - wenn man Steinchen im Schuh nicht sofort rausholt, dann ist das eben die Konsequenz. Eigene Dummheit eben!

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Fjordland und Lake Wakatipu

Von der Südküste bin ich über Invercargill und Te Anau in den Fjordland Nationalpark gefahren. Eigentlich war in Te Anau auf der Hinfahrt eine Übernachtung eingeplant, im Nationalparkzentrum dort sagte man mir aber, dass das Wetter im Nationalpark und insbesondere in Milford Sound deutlich schlechter werden soll. So habe ich mich spontan entschieden, noch am gleichen Tag weiter zu fahren und die 120km Straße nach Milford in Angriff zu nehmen.

Die Straße ist vor allen Dingen auf den letzten 40km vor Milford spektakulär und führt wirklich durch das Gebirge der Southern Alps. Der Homer-Tunnel, der smal und mit Schlaglöchern gespickt ist, kann derzeit nur einspurig befahren werden.

Danach geht es durch ein U-Tal steil bergab nach Milford, man wähnt sich fast wie in Norwegen, nur die Planzenwelt ist eben eine deutlich andere.

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Otago Peninsula und Catlins

In den letzten Tagen war ich auf der Otago Halbinsel (nordöstlich von Dunedin) und dann entlang der Südküste durch die sogenannten Catlins bis nach Invercargill unterwegs.

Die Otago Halbinsel ist eine Hügellandschaft, deren höchste Erhebung bei rund 300m liegt, mit schönen Buchten und tollen Sandstränden. Zudem gibt es an ihrer Nordostspitze die einzige, in relativ besiedelter Region, brütende Königsalbatross-Kolonie sowie Strandbereiche, an denen man abends Pinguine sehen kann.

Häufig muss man dafür aber Führungen buchen. Mangels passender Brennweite habe ich entschlossen, das nicht zu tun und mich auf die Atmosphäre an den frei zugänglichen Strandbereichen zu konzentrieren.

Und Vögel, zumeist Möwen, gibt auf auf der Halbinsel überall in Massen, so dass man bei denen auch sein Fotoglück versuchen kann.

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Tekapo, Mount Cook und Moreaki

Das das Wetter an der Westküste erstmal keine Aussicht auf ein Ende des Dauerregens hatte, bin ich kurzerhand zurück in den Osten gefahren und habe mich entschlossen, meine Tour genau anders herum zu machen.

So ging es zunächst nach Christchurch zurück und von dort weiter auf die Banks Peninsula und nach Akaroa, einem kleinen verschlafenen Ort in einer schön gelegen Bucht. Überall trifft man dort auf französische Namen, was daran liegt, dass sich dort französische Siedler niedergelassen haben.

Allerdings war auch hier das Wetter nicht optimal. Hagelschauer und heftiger Regen haben die Fahrt nach Akaro begleitet. Erst auf der Weiterfahrt am darauffolgenden Tag wurde das Wetter sichtbar besser.

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Christchurch und jacksons

Mit Christchurch habe ich nach Kathmandu die zweite Stadt bereist, die vor nicht allzu langer Zeit von einem Erdbeben erschüttert wurde. Auch hier waren die Zerstörungen massiv; Teile der Kathedrale sind eingestürzt. Viele leerstehende Gebäude, die abgesperrt sind, stehen noch, etliche Gebäude wurden aber auch schon abgetragen, so dass es in der Stadt viele Freiflächen gibt.

Während in Kathmandu viele der vermutlich schwer beschädigten Gebäude dennoch weiter bewohnt werden und die Stadt daher lebendig wie immer wirkt, ist der Eindruck in Christchurch ein anderer. Die Stadt scheint derzeit dabei zu sein, sich selbst neu zu erfinden. Große Teile des Stadtzentrums sind eine einzige große Baustelle. Ganze Straßenzüge werden neu errichtet.

So wird Christchurch in ein paar Jahren vermutlich die modernste Stadt Neuseelands sein.

Derzeit wirkt sie in Teilbereichen aber fast unwirklich mit seinen schönen und gepflegten Parkanlagen, die an England erinnern, dem Flüsschen Avon, auf dem man Boot fahren kann und dem in Mitleidenschaft gezogenen Stadtzentrum.

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Ankunft in Auckland - Neuseeland

Größer hätte der Gegensatz zwischen Kuala Lumpur, wo ich einen Zwischenstop von drei Tagen eingelegt habe, und Auckland für mich nicht sein können. Während ich Kuala Lumpur als durchaus widersprüchlich wahrgenommen habe und mit der Stadt trotz großer Hitze nicht richtig warm geworden bin, hat mich Auckland vom ersten Moment an mitgenommen.

Das ging schon am Flughafen und auf der Fahrt mit dem Bus in die Stadt los. Von den Biokontrollen des Gepäcks am Flughafen hatte ich ja einiges gelesen und daher Respekt. Einen ganzen Nachmittag lang hatte ich nach meinem Aufenthalt in Island das Zelt geschrubbt, in Kathmandu am Ende der Zeit die Wanderschuhe gewaschen und gebürstet und auch die Rucksäcke ausgesaugt und abgebürstet, damit der Himalaya-Staub möglichst raus ist aus den Sachen. Und dann war das alles sehr unkompliziert und in einem sehr freundlichen Ton. Weder Schuhe, noch Zelt und Rucksack oder irgendetwas sonst im Gepäck wurde beanstandet, und so war ich relativ schnell aus dem Terminal raus und konnte mit einem Bus nach Auckland rein fahren.

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