Island - Die ersten Tage

Sowohl der Himmel zum Abschied aus Biedenkopf (am Morgen des 3.7.) als auch der Himmel zur Begrüßung in Island waren eindrucksvoll. Beide auf ihre ganz eigene Art. In Biedenkopf war es eine riesige Gewitterwolke, die weiter nördlich zu Blitzeinschlägen und starkem Regen führte. Bei Keflavik auf Island war es ein Nacht- bzw. Morgenhimmel mit der Bergkette, nördlich von Reykjavik. Aufgenommen gegen 3 Uhr morgens Ortszeit.

Mit müden Knochen nach der Hitzeschlacht in Deutschland in den letzten Tagen, bei denen es bei mir unter dem Dach eigentlich nur am frühen Morgen angenehm war, und dem Nachtflug, habe ich aber erstmal schnell die Horizontale (einen Schlafplatz) gesucht.

Die ersten beiden Radtage ging es dann insgesamt etwa 110km entlang der Südküste der Halbinsel Reykjanes. Stellenweise eine Szenerie wie bei einer Mondlandschaft und mit meist bedecktem Himmel und etwas eintönigem Licht.

 

Von Selfoss weiter Richtung Thingvellir wurde die Landschaft anders, kleine Wälder, mäandernde Flüsse, hier und da kleine Siedlungen und mehr Landwirtschaft. In den Wäldern, wir würden es wohl eher Strauchland nennen, machte sich ein unglaublich würziger Geruch breit. Besonders im Nationalpark Thingvellir. Dieser Ort ist aus zweierlei Gründen magisch. Zum einen liegt genau dort der Spaltenbruch auf dem atlantischen Rücken und die Erde ist an vielen Stellen regelrecht auseinander gerissen. Zum anderen haben die Isländer die Ebene von Thingvellir schon kurz nach der Besiedlung als Thingplatz ausgesucht und dort ihre jährlichen Zusammenkünfte abgehalten.

Tagsüber meint man an der Loreley oder in Neuschwanstein zu sein. Busweise werden Touristen aller Herren Länder angekarrt, die in 1-2 Stunden das Arreal erkunden und dann durch andere ersetzt werden. Aber am späten Abend und frühen Morgen (die Sonne geht ja jetzt im Juli sehr früh auf) strahlt Thingvellir nach wie vor eine wunderbare Würde und Ruhe aus.

Eigentlich war eine Weiterfahrt über die Hochlandpiste Kaldidalur geplant. Bedingt durch den schneereichen Winter war die zwischen zwei Gletschern verlaufende Piste nach Norden aber noch nicht freigegeben. So bin ich nur den südlicheren Teil dieser Strecke gefahren und nach 20km Schotterpiste dann nach Nordwesten abgebogen, um dann nach weiteren 60km Borganes zu erreichen.

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Kommentare: 3
  • #1

    Markus B. (Montag, 06 Juli 2015)

    Der Start ist wohl geschafft und die ersten tollen fotos sind im Kasten. Es es einfach beeindruckend und mitreisend. Das letze der drei Fotos haut mich jetzt schon um und ich freue mich sehr über jeden Tag wo etwas neues von deiner langen Reise zu sehen ist.

    Allzeit gut Licht!!!

    Markus

  • #2

    Doris und Guenter (Donnerstag, 09 Juli 2015 16:32)

    Hallo Christoph,
    deine Bilder sind schon eine besondere Klasse. Wir wünschen Dir weiterhin alles Gute und freuen uns schon auf deine nächsten Aufnahmen. Hoffentlich hast Du immer das richtige
    Wetter.
    Doris und Guenter

  • #3

    Michael aus Ottibotti (Samstag, 11 Juli 2015 12:24)

    Klasse - ich verfolge Dich auf NF-F.
    Bleib gesund und unfallfrei!!!
    LG aus Westfalen
    Michael