Island - snaefellsnes Halbinsel

Kirkjufellsfoss und Kirjufell
Kirkjufellsfoss und Kirjufell

 

In den zurückliegenden sechs Tagen bin ich nun von Borgarnes aus über Elborg, Arnastapi, Olafsvik und Grundarfjördur bis zurück nach Borgarnes gefahren und habe somit die Halbinsel Sneafellsnes faktisch umrundet. Auch wenn man es dem ersten Bild nicht ansieht, waren die ersten Tage ein stetiger Kampf gegen den Wind, mitunter so heftig, dass man selbst bei Abfahrten von 8-10% in die Pedale treten musste, um nicht stehen zu bleiben. nAuf ebener Strecke im 3. oder 4. Gang fahren, wo bei Windstille der 10. oder 11. Gang locker machbar wäre (Rohloff), ist einfach frustrierend. Man sieht am GPS, wie der Schnitt mit jedem gefahrenen Kilometer langsamer wird.

 

Zudem wird man dann, wenn die Straße an Brutgebieten von Seevögeln vorbeiläuft, wie zwischen Hellisandur und Rif, regelmäßig von diesen attaktiert. Dabei passiert zwar nichts (manchmal klacken sie mit dem Schnabel gegen den Helm, aber das war es dann auch), aber mitunter kommt das ziemlich überraschend und man ist erschreckt.

 

Die Südküste im Bereich um Arnastapi ist wunderschön. Tolle Küstenlinien mit vielen Bereich von Steilküste, alles überragt vom mächtigen Snaefellsjökull, der sich auf etwa 1400m erhebt. Um die Spitze der Halbinsel ging es dann herum über ausgedehnte Lavafelder auf die Nordseite nach Olafsvik und Grundarfjördur und von dort bei weniger Wind zurück in Richtung Borgarnes.

An Wochenenden zieht es die Isländer - auch die Fraktion der Halbstarken - raus ins Land und auf die Campingplätze. So auch in Grundarfjördur. Nur einen guten Meter von meinem Zelt haben 4 junge Isländer ihre Zelte aufgeschlagen - obgleich noch reichlich Platz auf der Wiese war, um mehr Abstand zuzulassen - und haben die Nacht bei Grillgut und Bier zum Tage gemacht. Innerlich geflucht aber über meine Oropax gefreut, die ich im letzten Moment eingepackt hatte, hatte die ganze Situation aber auch etwas Gutes.

Als sie um 4 Uhr morgens wieder mit einer lautstarken Unterhaltung anfingen, habe ich gemerkt, dass sich der Regen des Vortages verzogen hatte und ein halbwegs klarer Himmel da war. So war ich pünktlich kurz nach Sonnenaufgang am Kirkjufellsfoss und konnte dort ganz in Ruhe - nur ein paar Schafe haben mir zugeschaut - fotografieren.

Die letzten beiden Tage zurück bis Borgarnes liefen problemlos. Zunächst von Grundarfjördur über 70km und an wunderschönen Fjörden und einen kleinen Pass nach Snorrastadir am Krater Eldborg und dann noch einmal knapp 40km bis Borgarnes.

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